Technischer Ausschuss Sanitär und Heizung
Ein Gesetz wird zum Bremsklotz in der Wärmewende
Der Technische Ausschuss Sanitär und Heizung hat in seiner Frühjahrssitzung noch über den Entwurf zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes und des geplanten neuen Förderkonzeptes und deren Auswirkungen auf die Mitgliedsbetriebe diskutiert. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es noch verschiedene Änderungen bis zur finalen Verabschiedung geben wird. Was dann aber im politischen Berlin dazu geschah, konnte im Frühjahr keiner ahnen. Die Konsequenzen muss die gesamte Branche teilweise noch ein Jahr später tragen: panische Endkunden sorgten für Lieferschwierigkeiten bei fossilen Wärmeerzeugern und einen Einbruch bei der Nachfrage nach regenerativen Modellen.
In der Herbstsitzung durften die Ausschussmitglieder aus erster Hand erfahren, wie die „Konzeption und Erstellung von kommunalen Wärmeplänen“ abläuft und was die Wärmeplanung für einen „Wert“ in der zukünftigen Beratung der Fachhandwerker hat. Nämlich, dass es sich dabei nur um grobe mögliche Zukunftsoptionen handelt und keine verlässliche Netzplanung für Fernwärme, Gas/Wasserstoff oder Strom darstellt. Das WPG (Wärmeplanungsgesetz) des Bundes war zu diesem Zeitpunkt noch nicht verabschiedet und auch die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) war noch nicht final. Das politische Fiasko, gekrönt mit einer Haushaltssperre, sorgte für große Verunsicherungen bei den Endkunden und bremst die Wärmewende deutlich aus.
Am Ende eines „wilden“ Jahres lässt sich festhalten, dass der bereits vor Jahren vom Fachverband eingeschlagene Weg richtig war: Die Unterstützung der Mitglieder mit Fachinformationen und Seminaren rund um elektrifizierte Heizsysteme. Mancher mag es auch heute kaum glauben, aber die fossile Wärmeerzeugung wurde im letzten Jahr politisch beendet.
Aus diesem Grund geht ein großes Lob an die Mitarbeiter des Fachverbandes für eine unermüdliche Bearbeitung der Themen und ein herzliches Dankeschön an die Ausschussmitglieder für die offenen Diskussionen.

