Technischer Ausschuss Ofen- und Luftheizungsbau
Am 20. Juli 2023 traf sich der Technische Ausschuss Ofen- und Luftheizungsbau in Hirschau bei Tübingen in den Räumlichkeiten der Firma Wodtke. Nach der Begrüßung durch Obmann Harry Leinweber und Referatsleiter Jörg Knapp leitete deren Geschäftsführerin Christine Wodtke eine Diskussion zum Thema “Zukunft OL-Handwerk” ein. Dabei ging sie auf aktuelle politische Entwicklungen in Deutschland und Europa ein. In der anschließenden Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass die Integration von Einzelraumfeuerstätten in Warmwasser-Zentralheizungen weiter an Bedeutung gewinnen wird und das OL-Handwerk sich verstärkt mit dieser Thematik auseinandersetzen und fortbilden muss.
Bei einer Führung besuchten die Teilnehmer auch das Entwicklungslabor, wo man sich über Möglichkeiten austauschte, die Emissionsbelastung durch Einzelraumfeuerungsanlagen durch verschiedene Filter zu senken.
Des Weiteren berichtete Referatsleiter Knapp über die Trilog-Verhandlungen zwischen den verschiedenen Gremien der EU zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III). Gegenüber dem Erstentwurf aus dem Jahr 2022 konnte zwischenzeitlich erreicht werden, dass Holz wieder als erneuerbarer Energieträger anerkannt wird. Welche Konsequenzen sich weiter ergeben, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Auch nicht, inwieweit die Vorgaben der neuen RED III Auswirkungen auf die Ausgestaltung der NABIS (Nationale Biomasse Strategie) des Bundes haben wird.
Knapp wies darauf hin, dass auf Grund der geplanten Änderungen an der Luftreinhalterichtlinie der EU, in der Folge die 1. BImSchV novelliert werden müssten. Klar sei, dass dabei Grenzwerte verschärft würden. Im Ergebnis kam man überein, dass die Thematik als Dauerthema für die nächsten Jahre vorgesehen werden soll.
Weiterhin beschäftigte man sich mit den Inhalten der novellierten DIN 18160 Teil 1. Da die Inhalte der neuen Norm teils im Widerspruch zu baurechtlichen Regelungen in Baden-Württemberg stehen, wurde das Thema Verbände übergreifend behandelt.
Insoweit wurde die Problematik auch auf einer Sitzung des Landes-Arbeitskreises Baurecht im April 2023 diskutiert. Man kam seitens Fachverbandes und dem LIV-Schornsteinfeger überein, hierzu eine gemeinsame Sprachregelung zu finden und diese an alle Mitglieder beider Verbände weiterzuleiten. Ziel ist es unter anderem eine Lösung zu finden, dass weiterhin Mehrfachbelegungen in BW möglich sind, auch abweichend zur neuen DIN 18160-1.
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