BWHT-Austausch mit den Fraktionen von SPD und Grünen im Landtag
Bürokratieabbau, die Umsetzung der Energiewende und die Bildungspolitik waren die wichtigsten Themen in diesem Jahr bei den Gesprächen des Baden-Württembergischen Handwerks mit den Landtagsfraktionen der SPD sowie der Grünen.
Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes SHK beschrieb in den Gesprächen das Dilemma der Bürokratie. “Viele einzelne richtige Regeln ergeben in der Summe jedoch für die Unternehmen eine Masse an Regelungen, die nicht mehr zu bewältigen sind”. Man brauche die Bereitschaft nicht alles im Detail regeln zu wollen.
In der Bildungspolitik machte er deutlich, wie notwendig es ist sowohl in die Bildungsstätten beispielsweise mit Wärmepumpen als auch in die Weiterbildung von Lehrkräften zu investieren. Bei der Ausstattung geht es aber nicht nur um die einzelnen Geräte, sondern um die Gesamtausstattung, um attraktiv für junge Menschen zu sein. Ein Sonderprogramm kann helfen, darf aber nur der erste Schritt sein. Es brauche eine Verstetigung der Mittel.
Beim Thema kommunale Wärmeplanung und Wärmenetze machte Becker deutlich, dass das Wichtigste nun ist, alles zu tun, um weiteren Attentismus der Bürger zu vermeiden: Einigung auf die finalen Regeln beim Wärmeplanungsgesetz und Heizungsförderung, keine Landesdebatte über zusätzliche Regelungen. Erst recht keine Drohung mit Anschluss- und Benutzerzwängen. Niemand sollte empfehlen, auf die Wärmeplanung zu warten und möglichst zeitnah eine Kampagne für Wärmepumpen. Dass die meisten Bürger keinen Anschluss an ein Wärmenetz zu erwarten haben beschrieb auch Thomas Bürkle, Vorsitzender des Fachverbandes Elektro. Er warnte davor, diese zu enttäuschen, wenn sie heute warteten und dann aber doch in den kommenden zehn Jahren kein Wärmenetzanschluss kommt.
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