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1. Januar 2022

Die Digitalisierung als ein stetiger Treiber der Veränderung im Verband

Bild: GettyImages / greenbutterfly

Digitalisierung – das Modewort der letzten Jahre! Keiner kann es mehr hören und dennoch hat das Thema durch die Corona-Pandemie nochmal einen besonderen Schub erhalten. Und auch der Fachverband kann sich nicht vor dem Thema verstecken. Blockchain, Algorithmen, Virtual Reality, die Cloud – wie orientieren wir uns in diesem Dschungel aus atemberaubenden Möglichkeiten, ohne den Roten Faden zu verlieren?

Der Fachverband, dessen Strukturen bisher auf engem persönlichen Austausch und viel Papier beruhte, erlebte zu Beginn der Pandemie einen ungewollten Digitalisierungsschub. Dabei zeigte sich, was möglich ist, wenn alle in eine Richtung agieren. Die Schnittmenge aus „gut geplant“ und „improvisiert“ wurde zum Erfolgsfaktor. Die Geschwindigkeit, mit der mehr oder weniger alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von jetzt auf gleich aus dem Homeoffice arbeiten mussten, stellte uns technisch (Hardware) und persönlich (Wissen) vor eine Herausforderung. Dabei zeigte sich deutlich, dass das Credo, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mitzunehmen, von entscheidender Bedeutung ist.

Die bereits vorhandenen Clouddienste (Telefon, Dateien und E-Mail) wurden mit Videokonferenztools und Headsets ergänzt. In der Folge waren alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Lage, grundsätzlich, mit ihren Laptops von überall auf der Welt über das Internet zu arbeiten. Die ersten Erfahrungen mit mobilem Arbeiten zeigten, dass viele Dokumente bisher noch nicht digital verfügbar waren. Was dazu führte, dass Kollegen und Kolleginnen vor Ort assistieren und einscannen mussten. Auch gab es immer wieder technische Hindernisse mit schlechten Internetverbindungen, nicht funktionierenden VPN-Tunneln und falschen Konfigurationen.

Überraschend war die große Bereitschaft, trotz all den technischen Schwierigkeiten, sich in kürzester Zeit auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und diese perspektivisch auch einzufordern. So wurde deutlich, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die positiven Erfahrungen mit Digitalisierung erlebbar zu machen und auf diese Weise Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für zukünftige Digitalisierungsprojekte zu begeistern. All die Vorteile in punkto Homeoffice auf dem Papier können nicht diese Kraft erzeugen wie das Selbsterlebte.

Diesen Schwung aus den bisherigen Erfahrungen werden wir in unsere nächsten Digitalisierungsprojekte mitnehmen. Dabei immer mutig sein und auch mal etwas wagen, was sich unter Umständen nach kurzer Zeit als nicht sinnvoll herausstellt. Der Fachverband sieht in der Digitalisierung eine enorme Chance, einfache Tätigkeiten automatisiert durchführen zu lassen, um dadurch Zeit für sinnvollere Tätigkeiten zu haben.

Der digitale Verband im Jahr 2047

Lehnen Sie sich zurück und blicken Sie gemeinsam mit uns auf eine vage digitale Zukunftsprognose, die keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Relevanz erhebt und mit einem lachenden Auge zu lesen ist.

Die entscheidende Frage ist: Gibt es den Fachverband im Jahr 2047 überhaupt noch? Nehmen wir uns die Worte des Futuristen Gerd Leonhard zu Herzen, der das Jahr 2047 mit den Worten beschreibt: „Menschen machen künftig das, was Maschinen nicht können.“ Dann können wir uns erstmal sicher sein, dass es die Grundaufgabe des Verbands auch in 25 Jahren noch braucht. Denn, betrachtet man die heutigen Aufgaben, so fehlt dem Autor die Kreativität sich vorzustellen, wie unser Steckenpferd, die emphatische Beratung und das vorausschauende Denken, durch eine Maschine ersetzt werden soll. Es wird höchstwahrscheinlich ein anderes Gebilde sein.

Im Jahr 2047 wird man sich Quartiere ganzheitlich anschauen, da dezentrale Wärme- und Stromversorgung der absolute Hit ist. Die Kombination von verschiedenen Wärme- und Stromquellen aus erneuerbaren Energien werden autark für maximal 1.000 Wohneinheiten gedacht. Dadurch wird es auch den klassischen SHK-Handwerksbetrieb nicht mehr geben, sondern für die einzelnen Quartiere werden Wärme- und Stromkompetenzzentren eingerichtet, die sich ausschließlich um diese kümmern.

Bäder werden modular per 3D-Druck vorgefertigt und anschlussfertig in die Wohnquartiere eingesetzt. Die Instandhaltung wird mittels Sensoren in den Bauteilen aktiv überwacht und bereits vorausschauend auf Abnutzung reagiert.

Die Rolle des Verbands ist der ganzheitliche Wissensaustausch zwischen den einzelnen Kompetenzzentren in Baden-Württemberg und die Weiterentwicklung der Wärme- und Stromversorgung.

Schauen wir uns den Verband im Bereich der Digitalisierung im Jahr 2047 ein wenig genauer an. Das Verbandshaus wurde bereits vor fünf Jahren aufgegeben. Es gibt schlicht keine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehr, die sich etwas so Altmodisches wie zentralisiertes Arbeiten in einem Gebäude vorstellen können. Alle Kollegen und Kolleginnen sitzen über den kompletten Globus verteilt. Es gibt beim Fachverband nur noch Themen-Spezialisten, da die Routinetätigkeiten von digitalen Robotern übernommen werden. Keiner kann sich mehr vorstellen, wie man früher Papier in Ordner gesammelt und den Tankbeleg vom 12.05.2017 für das Finanzamt gesucht hat.

Gearbeitet wird mit einer Datenbrille, die ausschließlich über Sprachbefehle reagiert. Und quasi alles vereint, was eine moderne Mitarbeiter und Mitarbeiterin benötigt, egal ob Videotelefonie, Datenverarbeitung oder E-Mails, alles wird zentral gesteuert. Die Datenbrille hat in den 2030iger Jahren eine ähnliche Disruption ausgelöst wie damals das erste Smartphone mit Touchscreen. Die klassische Telefonie wurde vollständig durch Videotelefonie abgelöst, man kann es sich gar nicht mehr vorstellen, den anderen beim Telefonieren nicht zu sehen.

Mobile Datenübertragung mittels 12G-Technologie wird mittlerweile kostenlos durch den Staat angeboten, dabei ist die Datenübertragung in Echtzeit seit zehn Jahren Standard.

Zentraler Anlaufpunkt im Metaverse ist die zentrale Stelle für alle Fragen rund um die Wärme- und Stromkompetenzzentren Baden-Württemberg. Empfangen wird man durch einen digitalen Bot, der dank künstlicher Intelligenz eine Vorselektion hinsichtlich des Themas vornimmt. Die ein oder andere einfache Frage kann hier auch schon beantwortet werden. Bei komplexeren Themen wird ein neuer virtueller Besprechungsraum eröffnet, in den alle benötigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen digital eintreten. Es besteht auch die Möglichkeit, die Besprechung direkt mittels 360-Grad-Kameras an einen externen Ort zu verlegen, um ein bestimmtes Thema live besprechen zu können.

Autor
Tobias Bühner
Referatsleiter Bildung, Digitalisierung und Mitglieder
Fachverband SHK Baden-Württemberg

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