Technischer Ausschuss Sanitär und Heizung
Der Technische Ausschuss Sanitär und Heizung hat im Jahr 2022 planmäßig zwei Sitzungen durchgeführt. Eine im Frühjahr als reine Online-Sitzung und eine weitere im Herbst in Präsenz.
Die gesetzgebende Seite von Land, Bund und EU hat das Hauptamt des Fachverbandes als auch das Ehrenamt im Technischen Ausschuss das gesamte Jahr unter Spannung gehalten: vom EU-Klimaschutzgesetz – in Form der Europäischen Gebäudeenergie-Richtlinie mit entsprechenden Verschärfungen für Neu- und Altbauten – über das Klimaschutz-Sofortprogramm der Bundesregierung mit seinen Änderungen, die in das Gebäudeenergiegesetz (GEG), die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Heizkostenverordnung einfließen, bis zum Klimaschutzgesetz des Landes, das eine Solarpflicht bei Wohngebäuden im Falle wesentlicher Dachsanierungen vorsieht. Kleines zusätzliches „Highlight“ war schon aufgrund des Namens die kurzfristig eingeführte Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSimiMaV). Damit gab es in Summe jede Menge Diskussionsstoff über die Konsequenzen und die damit verbundenen Empfehlungen in Richtung Mitgliedsbetriebe. Zudem setzte die hohe politische Schlagzahl an Gesetzen und Verordnungen den Verband mit notwendigen kurzfristigen Stellungnahmen immer wieder unter Druck.
Zwar standen überwiegend Heizungsthemen im Vordergrund, aber der Ausschuss durfte sich auch mit den Themen wie Asbest, Trinkwasser und Legionellen auseinandersetzen. Der Austausch mit anderen Institutionen kam dabei nicht zu kurz. So konnte der Ausschuss im Herbst 2022 Professor Dr.-Ing. Jens Pfafferott begrüßen, der ein Projekt der Hochschule Offenburg vorstellte, bei dem Studierende Fachbetriebe bei der Heizungsoptimierung unterstützen, indem diese den hydraulischen Abgleich berechnen.
Immer deutlicher wurde im Verlauf des Berichtsjahres, dass sich die Fachbetriebe auf einen steigenden Schulungsbedarf hinsichtlich relevanter Themen einstellen müssen. Die Energiewende ist das bestimmende Thema in der Branche und sie wird nur gemeinsam mit einem gut aus- und weitergebildeten SHK-Handwerk gelingen. Und dafür gibt es 2023 mit dem BAFA-Aufbauprogramm Wärmepumpe sogar entsprechende Zuschüsse für die Betriebe.
In diesem Sinne geht auch wieder ein großes Lob an das Team des Fachverbandes für die gewissenhafte und unermüdliche Bearbeitung dieser Themen unter „Hochdruck“, stets im Sinne der Innungsmitglieder. Ein herzliches Dankeschön geht an die Berufskollegen, die im Technischen Ausschuss Sanitär und Heizung so intensiv mitarbeiten.

