Technischer Ausschuss Sanitär und Heizung
Die Energiewende gelingt nur mit dem SHK-Handwerk
Der Technische Ausschuss Sanitär und Heizung hat sich im Jahr 2021 zu zwei Sitzungen zusammengefunden: im Frühjahr in Form einer reinen Online-Sitzung und im Herbst im Hybridformat.
Das Ausschuss-Jahr 2021 stand vor allem unter dem Einfluss der Änderung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Hierzu wurden von Verbandsseite mehrere Gespräche mit dem baden-württembergischen Umweltministerium geführt, ein eigener Änderungsvorschlag mit anderen Interessengruppierungen erarbeitet und mehrere Stellungnahmen an die zuständigen Bundes- und Landestellen verfasst. Trotz aller Bemühungen hat die Politik die Änderung der 1. BImSchV durchgesetzt, was in der Konsequenz zu deutlich höheren Schornsteinen führt.
Durch die anstehende Änderung der Gefahrstoffverordnung wird sich die Betrachtung von asbesthaltigen Produkten grundlegend ändern. Über die Auswirkungen und die damit verbundenen notwendigen Anpassungen im Schulungskonzept wurde intensiv diskutiert. Der Fachverband wird das Schulungskonzept entsprechend anpassen.
Das Land Baden-Württemberg hatte eine Studie zur Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Studie und deren mögliche Konsequenzen für das Fachhandwerk waren das Hauptdiskussionsthema in der Frühjahrssitzung. Durch den absehbaren Abschied von fossilen Energieträgern war klar, dass das SHK-Handwerk sein Geschäftsfeld schnell anpassen werden muss. Wärmepumpen, Wärmenetze und Photovoltaikanlagen werden in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Diese Felder sollen selbstverständlich auch in Zukunft vom SHK-Handwerk bestellt werden und nicht anderen Branchen überlassen werden. Der Ausschuss macht deutlich, dass die Mitgliedsbetriebe mit entsprechenden Seminaren in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden müssen.
Die Energie- und Wärmewende wird den Technischen Ausschuss und den gesamten Fachverband weiterhin enorm fordern. In diesem Sinne geht erneut ein großes Lob an die Mitarbeiter des Fachverbandes für die gewissenhafte und unermüdliche Bearbeitung der Themen im Sinne der Innungsmitglieder und ein herzliches Dankeschön an die Ausschussmitglieder für ihre aktive Mitarbeit.

