Diskussion zur 1. BImSchV
Die „Ableitbedingungen für kleine und mittlere Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe“ wird zwischen Politik und Verbänden heftig diskutiert – und dies bereits seit Jahren. Hintergrund sind die Pläne, den Paragrafen 19 der 1. BImSchV zu novellieren, was eine Verdünnung der Abgase durch extrem hohe Schornsteine zur Folge hätte.
Die Tatsache, dass solch hohe Schornsteine gravierende Folgen für die Effizienz der Verbrennung in der Feuerstätte haben, ist nur ein Teil des Problems. Die weitere Problematik besteht darin, dass die Schornsteinmündung und damit die Höhe des Schornsteins über Dach durch die Anwendung der VDI-Richtlinie 3781-4 bestimmt werden soll. Die VDI 3781-4 stellt aber weder den Stand der Technik dar, noch spiegelt sie die allgemein anerkannte Regel der Technik wider.
Der Fachverband hat mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg und dem Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg, unterstützt durch den renommierten Referenten Tobe Hinrichs, eine Reihe von Treffen organisiert, um diese Probleme und Fragestellungen zu thematisieren. Der Fokus lag auf der Vorstellung wissenschaftlicher Ergebnisse von Strömungssimulationen und Feldexperimenten, die gezeigt hatten, dass die in der Richtlinie enthaltenen Strömungsdarstellungen zu sogenannten „Rezirkulationszonen“ ungenau und teilweise sogar falsch sind.
Darüber hinaus hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima mit intensiver Zuarbeit des Fachverbandes SHK Baden-Württemberg dem Gesetzgeber im Herbst 2020 einen mit mehreren wichtigen Akteuren abgestimmten, eigenen Formulierungsvorschlag für die Änderung der Ableitbedingungen übergeben. Der Fachverband hat diesen Vorschlag im Rahmen den Ministergesprächs Minister Franz Untersteller am 12. Oktober 2020 persönlich übergeben.
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