Tarifkommission 2025: Verantwortung mit unternehmerischem Maß
Tarifpolitik ist für mich Verantwortung gegenüber unseren Betrieben, unseren Beschäftigten und der Zukunft des SHK-Handwerks. Als Tarifvorsitzender und Obmann war es mein Ziel, einen Abschluss zu erreichen, der wirtschaftlich tragfähig ist. Nur wirtschaftlich gesunde Betriebe können investieren, ausbilden und sichere Arbeitsplätze schaffen. Dafür tragen wir Verantwortung. Mein Dank gilt den Mitgliedern der Tarifkommission für ihre engagierte und sachliche Zusammenarbeit. Gemeinsam haben wir eine Lösung erarbeitet, die Augenmaß und Partnerschaft auf gegenseitigem Respekt .
Das Jahr 2025 war wirtschaftlich anspruchsvoll: gedämpfte Baukonjunktur, hohe Kostenbelastung und steigende regulatorische Anforderungen. In diesem Umfeld hat die Tarifkommission verantwortungsvoll mit der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) verhandelt.
Planbare Entgeltentwicklung
Die Entgelte der rund 50.500 Beschäftigten stiegen zum 1. Mai 2025 um 2,6 Prozent sowie um weitere 2,9 Prozent zum 1. Mai 2026. Die zweistufige Lösung stärkt die Kaufkraft der Beschäftigten und bleibt für die Betriebe kalkulierbar. Ziel war kein kurzfristiger Effekt, sondern Verlässlichkeit und Stabilität.
Ausbildung als Zukunftsinvestition
Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses wurden die Ausbildungsvergütungen angepasst: 925 Euro im 1. Lehrjahr, 1.000 Euro im 2. Lehrjahr, 1.180 Euro im 3. Lehrjahr sowie 1.280 Euro im 4. Lehrjahr. Leistungsstarke Auszubildende können durch die angehobene Prämienregelung monatlich bis zu 120 Euro zusätzlich erhalten. Damit setzt die Tarifkommission ein klares Signal im Wettbewerb um junge Talente.
Kontinuität bei der Jahressonderzahlung
Die Jahressonderzahlung 2025 wurde analog zur bewährten Regelung aus 2023 vereinbart. Auszubildende erhielten eine Pauschale von 100 Euro. Verlässlichkeit bleibt ein zentrales Prinzip unserer Tarifpolitik.
Sozialpartnerschaft und Ausblick
Das Ergebnis verdeutlicht erneut die Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft CGM und der Tarifkommission auf gegenseitiger Augenhöhe und in respektvoller Behandlung. Unterschiedliche Interessen wurden sachlich erörtert und verantwortungsvoll zu tragfähigen Lösungen geführt.
Für das Jahr 2026 stehen Tarifverhandlungen im Zusammenhang mit den Jahressonderzahlungen sowie die Terminierung der nächsten Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen mit der Gewerkschaft für das Jahr 2027 an. Nur starke Betriebe schaffen sichere Arbeitsplätze und nur wirtschaftlich tragfähige Tarifabschlüsse sichern die Zukunft unseres SHK-Handwerks.
„Ohne wirtschaftlich gesunde Betriebe gibt es keine sicheren Arbeitsplätze, keine Ausbildung und keine erfolgreiche Wärmewende. Tarifpolitik im SHK-Handwerk bedeutet daher mehr als Prozentzahlen – sie bedeutet Verantwortung für Stabilität und Zukunftsfähigkeit.“
Bernd Fuller (Obmann)

