Aus GEG wurde GModG: sonst gibt’s bisher nix
Die Frühjahrssitzung des Technischen Ausschuss Sanitär und Heizung fand im Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Heidelberg statt. Dort hörten die Teilnehmer einem Vortrag von Prof. Martin Pehnt zu den möglichen Entwicklungen der Energiepolitik im Bund und in Europa und diskutierten darüber im Nachgang intensiv. Der Ausgang der Bundestagswahl und die noch laufenden Koalitionsverhandlungen erlaubten hierbei allerdings viel Interpretationsspielraum. Dass sich alles Hoffen und Bangen rund um das Gebäudeenergiegesetz und der BEG-Förderung im Laufe der nächsten Wochen klärt, hat sich nach vollmundigen politischen Ankündigungen zur (für Fachleute) erwartbaren Mammutaufgabe der neuen Koalition entpuppt. Alles, was damit in diesem Jahre erreicht wurde, war eine Verunsicherung bei Bürgern, Industrie und vielen SHK-Handwerkern.  Viele Bürger haben aber erkannt, dass die Zeiten der fossilen Energie zu Ende gehen und setzen freiwillig ihre persönliche Energiewende fort.
 Im Sommer hat sich der beim Verbandstag neugewählte Ausschuss in seiner Herbstsitzung Themen wie Etagenwärmepumpen, §14a EnWG, Energiemanagementsystemen und Inhalten von Wärmepumpenangeboten gewidmet, damit der Fachverband die Innungsmitglieder weiterhin auf ihrem eigenen, notwendigen Transformationsprozess zu einem kompetenten Fachbetrieb im Bereich der zukünftigen Technologien begleiten kann. Aber Energie ist nicht alles. Auch die anstehende Überarbeitung der Technischen Regeln zur Trinkwasserinstallation (TRWI) und anstehende Änderungen rund um den Umgang mit Asbest beschäftigten den Ausschuss.
Bei allen Diskussionen ist immer spürbar, wie den Mitgliedern des Ausschusses daran liegt, ihre Innungskollegen auf dem technischen Stand zu halten und praktikable Lösungen zu bieten. Der Heizungsmarkt ist für überregionale Marktbegleiter mit gigantischen Werbebudgets hochattraktiv und somit ist ein Weg für das Fachhandwerk, sich durch hohe Kompetenz und Knowhow abzusetzen.
In diesem Jahr durften wir langjährige Ausschussmitglieder verabschieden und einige neue Mitglieder begrüßen. Allen gilt mein Dank für ihre Mitarbeit und den offenen Austausch. Ebenso geht wieder ein großes Lob an die Technikabteilung des Fachverbandes, die trotz personellen Engpasses, die Themen mit Hochdruck bearbeitet.Â
Frank Jäger (Obmann)
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