Austausch mit Grünen-Landtagsabgeordneten Michael Joukov
Wie entwickelt sich die Situation im Wärmemarkt und die Auftragslage im SHK-Handwerk angesichts der weiterhin kontrovers geführten Debatte um das Gebäudeenergiegesetz? Welche Rolle kann das SHK-Handwerk bei der dringend notwendigen Steigerung der Sanierungsrate spielen? Ist serielle Sanierung in Baden-Württemberg die Lösung? Und wie realistisch sind Wärmeplanung und Netzausbau aus Sicht der Betriebe vor Ort?
Diese und viele weitere Fragen konnten Hauptgeschäftsführer @Wolfgang Becker und Referatsleiter Technik @Jörg Knapp im spannenden Austausch mit dem Landtagsabgeordneten @Michael Joukov von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Baden-Württemberg diskutieren.
Zentrale Anliegen des Fachverbandes im Gespräch waren:
Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen:
Die Politik muss klare und langfristig verlässliche Vorgaben setzen. Nur so kann das Vertrauen der Bevölkerung in die Energiewende gestärkt werden. Verunsichernde Diskussionen wie rund ums GEG wirken eher verunsichernd als fördernd.
Realistische Kommunikation der Wärmeplanung:
Die ersten Ergebnisse kommunaler Wärmepläne in Baden-Württemberg sowie der Ausbau der Wärmenetze müssen realitätsbezogen kommuniziert werden, auch seitens der Politik. Zielformulierungen der Pläne müssen mit den tatsächlichen technischen und zeitlichen Umsetzungsmöglichkeiten in Einklang gebracht werden.
Übereinstimmung hatten wir bei Themen wie Verunsicherung, die Rolle der Holznutzung im Land, der eingeschränkten Potentiale von Biomethan oder der Notwendigkeit zur Erhöhung der Sanierungsrate.
️Unterschiedliche Positionen hatten wir bei der Frage der Notwendigkeit der Nutzung von Anschluss- und Benutzerzwängen.
Sehr anregend war die hypothetische Frage, ob eine Standardwärmepumpe in einem halben Tag eingebaut werden könnte.
Ein gemeinsames Fazit:
Das Ziel der Klimaneutralität ist zentral für eine lebenswerte Zukunft. Dafür braucht es einen parteiübergreifenden und gesellschaftlich getragenen „Energiefrieden“ als Fundament für die praktische Umsetzung der Wärmewende vor Ort.
Wir bedanken uns herzlich für das offene, tiefgehende Gespräch sowie das große Interesse an den Einschätzungen des SHK-Handwerks.

