Neue Regelwerke im Fokus
In den Sitzungen der Fachgruppe Installation und Heizungsbau im März und Oktober 2025 standen insbesondere gesetzliche Neuerungen, technische Anforderungen sowie zukünftige Qualifizierungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Deutlich wurde dabei, dass sich die SHK-Branche weiterhin stark im Wandel befindet.
Ein zentrales Thema waren neue und angepasste Regelwerke. So wurden die Änderungen der Gefahrstoffverordnung im Hinblick auf Asbest intensiv behandelt. Künftig liegt die Erkundungspflicht stärker beim ausführenden Unternehmen, zudem werden Schulungskonzepte angepasst und weiterentwickelt. Parallel dazu konkretisiert die neue DIN 1986-3 die Anforderungen an Inspektion und Wartung von Entwässerungsanlagen und stärkt damit die Bedeutung regelmäßiger Wartung für einen sicheren Betrieb.
Im Bereich der Energiepolitik standen vor allem das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das Solarpaket sowie die kommunale Wärmeplanung im Fokus. Besonders relevant für die Praxis ist die gesetzlich festgelegte Vorgabe, dass neue Heizungsanlagen künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Diese Verpflichtung wird jedoch zeitlich gestaffelt eingeführt: zunächst ab 2026 in größeren Städten und ab 2028 flächendeckend. Parallel dazu gewinnt die kommunale Wärmeplanung zunehmend an Bedeutung, da sie künftig maßgeblich Einfluss auf die Wahl geeigneter Heizsysteme haben wird.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Qualifizierung. Neue Schulungsangebote, etwa zu TRGI und TRWI, sowie ein geplantes Schulungskonzept im Umgang mit Kältemitteln tragen den steigenden Anforderungen Rechnung. Hintergrund sind unter anderem europäische Vorgaben wie die F-Gase-Verordnung, die regelmäßige Fortbildungen erforderlich machen.
Ergänzend wurde auch ein Blick auf zukünftige Entwicklungen geworfen. Themen wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Handwerk oder Herausforderungen aus der Praxis – etwa beim hydraulischen Abgleich oder bei Materialanforderungen – zeigen, dass neben regulatorischen Fragen auch betriebliche und technologische Themen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Insgesamt unterstreichen die Sitzungen, dass die Branche vor vielfältigen Herausforderungen steht, die sowohl technisches Know-how als auch kontinuierliche Weiterbildung und Anpassungsfähigkeit erfordern.
Eric Maier (Obmann)

